8 Tage Programm

1. Tag (Anreisetag)

Die Kanutour beginnt in dem Ort Drawno, der direkt am Fluss und am Nordende des Drawienski Nationalparks liegt. Nachdem wir uns mit allen Teilnehmern der Tour hier getroffen haben, beziehen wir zunächst den ersten Lagerplatz am Seeufer des Adamowe Sees.
Hier wird die mitgenommene Ausrüstung „tourentauglich“ verstaut und auf die einzelnen Kanus verteilt. Wir beschäftigen uns mit der „Stechpaddelschule“ und besprechen Ablauf der Tour, sowie sicherheitsrelevante Themen. Der erste Abend klingt dann hier am Lagerfeuer aus.

2. Tag

Nach dem Frühstück wird das Lager am Seeufer abgebaut und die Ausrüstung in den Booten verstaut. Nach kurzer Fahrt über den See tauchen wir dann in die Wildnis des Drawienski Nationalparks ein und verlassen so für einige Zeit immer wieder die Zivilisation. Der Fluss zeigt sich schon an diesem Tag von seiner schönsten und abwechslungsreichen Seite. Viele Flussbiegungen entlang waldbestockter Ufer oder seichte Abschnitte gesäumt von Schilf und Wasserpflanzen bilden den Charakter dieser und der folgenden Paddeletappen. Am Nachmittag erreichen wir unseren ersten Biwakplatz der sich auf einer Anhöhe, einer ehemaligen Flößereiablage befindet.

3. Tag

Die heutige Paddeletappe stellt eine erste Herausforderung an die erlernte Paddeltechnik dar. In diesem Abschnitt befinden sich immer wieder einzelne Bäume im Wasser. Diese werden von uns entweder „unter“ oder „über“ passiert. An einzelnen Stellen kann es vorkommen, dass wir das Kanu wenige Meter „umtragen“ müssen. Es ist einer der schönsten und zugleich natürlichsten Flussabschnitte der Drawa. Hier werden die Bäume bewusst liegen gelassen, der Paddler arrangiert sich mit den Gegebenheiten der Natur. Den nächsten Biwakplatz erreichen wir nach dieser zwar nicht langen aber erlebnisreichen Etappe und nicht ohne das Gefühl etwas geschafft zu haben was nicht jeder kann.

4. Tag

Auf allen nun folgenden Etappen gibt es wieder weniger Hindernisse in Form von Bäumen im Wasser. Der Fluss bietet uns mehr und mehr die Gelegenheit sich abschnittsweise treiben zu lassen, die Ruhe zu genießen und dadurch die eine und andere Tierbeobachtung zu machen. Eisvögel kreuzen unseren Weg, Fische sind im klaren Wasser zwischen Pflanzen zu sehen und mit etwas Glück können wir einen Fischotter oder Bieber beobachten. Der nächste Biwakplatz befindet sich wieder direkt am Fluss, besitzt eine Badestelle und nicht weit von hier findet man eine kleine Waldsiedlung.

5. Tag

Diesen Tag werden wir durch eine eher kurze Paddeletappe für einige Erkundungen auf dem Landweg nutzen. Es gibt einige Naturschutzgebiete in der Nähe, ausgedehnte Buchen/Kiefernwälder und auch nur die nähere Umgebung des Lagerplatzes. Diese laden geradezu ein sich für eine Weile auch einmal wieder anders fortzubewegen. Und plötzlich, ein „Fieber“ bricht aus – wir sehen den Wald (natürlich nur außerhalb der Nationalparks!) voller essbarer Pilze und kommen mit vollen Taschen zurück. Genau das genießen wir dann auch zusätzlich zum Abendessen am abendlichen Lagerfeuer.

6. Tag

Die Flussetappe dieses Paddeltages führt uns in die Nähe eines Ortes in dem wir unsere Lebensmittelvorräte ergänzen werden. Hier haben wir auch die Gelegenheit ein altes Wasserkraftwerk zu besichtigen. Der freundliche Mitarbeiter ermöglicht uns hier gern in das Innere der Betriebsräume zu schauen um die noch immer und sehr zuverlässig arbeitende ehemalige deutsche Technik zu bestaunen. Dieses Kraftwerk muss natürlich von uns mit den Kanus umtragen werden. Wenn hier mit allen Händen geholfen wird, ist auch das sehr schnell geschafft. Nicht weit von hier ist dann auch schon der nächste Biwakplatz erreicht.

7. Tag

Dieser Tag ist unser letzter Paddeltag. Heute nehmen wir uns noch einmal eine ausgedehnte Paddelstrecke vor. Es liegen kaum noch Hindernisse (Bäume) im Wasser und die Fließgeschwindigkeit lässt uns schneller als an den vorangegangenen Tagen zum nächsten Biwakplatz kommen. Wir verlassen nun mit dem Fluss den Nationalpark und nähern uns immer weiter der Mündung in die Notec (Netze). An einer ehemaligen Glashütte befindet sich unser letzter Biwakplatz. Hier können wir noch einmal die letzten Tage Revue passieren lassen, jeder findet Zeit die Ruhe auf sich wirken zu lassen und die Kinder sind damit beschäftigt, aus den Überresten der Glashütte bizarre kleine Glasgebilde zu graben.
Von hier aus treten wir am letzten Tag dann wieder die Rückreise an.

8. Tag (Abreisetag)

Nach dem Frühstück und dem Verstauen aller Ausrüstung kann dann die Rückreise angetreten werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit von hier aus zu weiteren Erkundungen aufzubrechen. Um die Tage an der Drawa zu verlängern geben wir gern auch Empfehlungen für Zusatz– und Indoorübernachtungen.